Arbeitsvorbereitung: vom konkreten Auftrag bis zur Produktionsplanung

Die Quelle verwendet Arbeitsvorbereitung in zwei Bedeutungen.

Zum einen meint sie die unmittelbare Vorbereitung eines Beschäftigten auf einen konkreten Auftrag, etwa das Lesen des Auftrags, Einrichten der Maschine und Bereitstellen beziehungsweise Empfangen des Materials.

Die dafür erforderliche Zeit wurde historisch als Vorbereitungs- und Abschlusszeit in Fertigungsunterlagen ausgewiesen.

Zum anderen beschreibt der Text Arbeitsvorbereitung als umfassende technologische und organisatorische Vorbereitung der Produktion.

Die abwertende Gegenüberstellung „kapitalistischer Industriebetriebe“ ist DDR-typische Sprache. Heute ist Arbeitsvorbereitung ein neutraler Fachbegriff für Aufgaben zwischen Konstruktion, Fertigungsplanung, Materialwirtschaft, Kapazitätsplanung und Produktion.

Arbeitsvorbereitung - 1. unmittelbare Vorbereitung des Werktätigen am Arbeitsplatz auf die Durchführung eines bestimmten Arbeitsauftrages. Dazu zählen u. a. das Vertrautmachen mit dem Arbeitsauftrag, die Einrichtung der Maschine, der Empfang von Material. Die dafür vorzusehende Zeit wird im Rahmen der technologischen Vorbereitung der Produktion festgestellt und als Vorbereitungs- und Abschlusszeit (tA) in der Arbeitsplanstammkarte ausgewiesen. - 2. gebräuchlicher Begriff in den kapitalistischen Industriebetrieben für die Gesamtzeit der Maßnahmen zur technologischen und organisatorischen Vorbereitung der Produktion. Zum Teil trägt daher dort die dafür verantwortliche Abteilung die Bezeichnung Arbeitsvorbereitung Fertigungsunterlagen.