Arbeitszeitverluste: organisatorisch bedingte Zeitverluste

Historische DDR-Einordnung: Arbeitszeitverluste sind nach der Quelle Verringerungen des Arbeitszeitfonds, die auf Mängel der Produktions- und Arbeitsorganisation oder auf Verstöße gegen die damalige Arbeitsdisziplin zurückgeführt wurden.

Solche Verluste werden als potenzielle Arbeitszeitreserven betrachtet, die ermittelt, analysiert und möglichst reduziert werden sollten.

Der Text setzt Arbeitszeitverluste unmittelbar mit Produktivitätsverlusten gleich und verbindet ihre Beseitigung mit der sozialistischen Intensivierung.

Diese Sprache und Bewertung sind zeittypisch und behandeln sehr unterschiedliche Ursachen stark aus Produktivitätssicht.

Moderne Prozessanalyse unterscheidet genauer zwischen vermeidbaren Störungen, technisch notwendigen Zeiten, gesetzlichen Pausen, gesundheitsbedingten Ausfällen und anderen Ursachen.

Arbeitszeitverluste - durch Mängel in der Produktions- und Arbeitsorganisation sowie durch Verletzung der sozialistischen Arbeitsdisziplin bedingte Verringerung des Arbeitszeitfonds. Arbeitszeitverluste sind potentielle Arbeitszeitreserven. Arbeitszeitverluste müssen folglich ermittelt und analysiert sowie reduziert bzw. möglichst beseitigt werden. Arbeitszeitverluste sind Produktivitätsverlusten identisch und wirken kostenerhöhend. Der Kampf der Werktätigen zur Beseitigung von Arbeitszeitverluste ist deshalb ein wichtiger Beitrag zur Intensivierung.