Aufwand: Ressourcenverbrauch in Wirtschaft und Rechnungswesen
Aufwand bezeichnet in der Quelle den Einsatz materieller und finanzieller Mittel sowie menschlicher Arbeit zur Durchführung wirtschaftlicher Prozesse.
Unterschieden werden laufende Betriebsaufwendungen, beispielsweise für Reparaturen, Materialverbrauch oder Ersatz verschlissener Arbeitsmittel, und einmalige Aufwendungen wie Investitionen.
Der Text betrachtet Aufwand sowohl bezogen auf einzelne Produktmengen als auch als Gesamtsumme für größere Produktionseinheiten.
Diese Darstellung ist stark durch die volkswirtschaftliche Terminologie und Rechnungsführung der DDR geprägt.
Im heutigen Rechnungswesen hat „Aufwand“ eine präzisere Bedeutung als erfolgswirksamer Werteverzehr einer Periode. Er ist deshalb von Auszahlungen, Ausgaben und Kosten zu unterscheiden, auch wenn die Begriffe im Alltag häufig vermischt werden.
Aufwand - 1. Einsatz an materiellen und finanziellen Mitteln sowie an lebendiger Arbeit für die Durchführung produktiver und nichtproduktiver Arbeitsprozesse. Der Aufwand umfasst laufende (Betriebs-) Aufwendungen in der Form von Reparaturen, Ersatz verschlissener Arbeitsmittel, Verbrauch von Arbeitsgegenständen und von lebendiger Arbeit sowie einmalige Aufwendungen in der Form von Investitionen und Vorratserhöhungen. Laufende Betriebsaufwendungen treten in Erscheinung als spezifischer, auf die Mengen- (Natural-) bzw. Werteinheit des hergestellten Produktes bezogener Aufwand sowie als Aufwandsummen für bestimmte Produktionseinheiten des volkswirtschaftlichen Produktionsprozesses und für die Volkswirtschaft insgesamt Der spezifische Aufwand wird mit Hilfe technisch-ökonomischer Kennziffern gemessen und auch als direkter Aufwand bezeichnet. Seine Größe wird durch das technisch-ökonomische und organisatorische Niveau des Produktionsprozesses beeinflusst, wie durch die Technologie des Prozesses, das technische Niveau der Arbeitsmittel, die Organisation der Arbeit, die Art der Arbeitsgegenstände, die Qualifikation der Werktätigen und die Ausnutzung bzw. den zweckentsprechenden Einsatz der Produktionsmittel. Aufwandsummen werden stets für bestimmte Intervalle (in der Regel für ein Kalenderjahr) gebildet. Mit Hilfe von Verflechtungsbilanzen wird aus dem direkten Aufwand je Einheit des Produktes der volle Aufwand je Einheit des Endproduktes ermittelt. - 2. (Aufwendungen) Begriff der bürgerlichen Betriebswirtschaftslehre zur Abgrenzung der Kosten. Es wird zwischen leistungsbedingtem Aufwand und neutralem Aufwand unterschieden. Zum leistungsbedingten Aufwand werden die bei der Herstellung einer bestimmten Leistung entstehenden Kosten gerechnet. Neutraler Aufwand sind vor allem betriebsfremde und außerordentliche Aufwendungen. Betriebsfremde Aufwendungen und Erträge entstehen durch Ursachen, die nichts mit dem eigentlichen Ziel des Betriebes zu tun haben. Ferner gibt es Kosten im Sinne der bürgerlichen Betriebswirtschaftslehre, die keinen Aufwand darstellen (Kosten, kalkulatorische). Die Unterscheidung von Kosten (leistungsbedingte und kalkulatorische Kosten) und Aufwand (leistungsbedingter und neutraler Aufwand) geht auf Schmalenbach zurück.