Umweltschutz

8. Für welche Einsätze werden die Tauchergruppen eingesetzt?

Die SEG-T der Feuerwehr Hamburg hat die Aufgabe des Einsatzes von Tauchern bei Wassernotfällen, der Rettung von Menschen und Tieren, der Bergung von Sachwerten, dem Schutz der Umwelt vor Gefahren einer Wasserverschmutzung sowie der Sicherung von Deichen bei der Deichverteidigung und der Rettung von Menschen in Druckluftbaustellen. Die SEG-T hat weiterhin die Aufgabe, im Bedarfsfall bei Rettungs- und Suchaufgaben aus Gewässern innerhalb und außerhalb Hamburgs mit Gerät Hilfe zu leisten.

Die Tauchergruppe der Polizei wird eingesetzt, soweit für polizeiliche Maßnahmen der Gefahrenabwehr, der Verfolgung von Straftaten und/oder Ordnungswidrigkeiten der Einsatz fachlich geschulter Kräfte im oder unter Wasser erforderlich ist, insbesondere für

- das Suchen und Bergen von Beweismitteln,

- das Suchen und Bergen von Leichen und Leichenteilen,

- die Durchführung der Spurendokumentation oder Spurensicherung im Wasser,

- die Mitwirkung bei Umweltschutzmaßnahmen,

- das Absuchen von Gewässern im Rahmen der Gefahrenvorsorge,

- die Mitwirkung beim Überprüfen von Wasserfahrzeugen, Schleusen, Schiffsanlegestellen oder Fährstellen,

- die Durchführung von Absperrmaßnahmen im Wasser,

- die Unterstützung bei Unfällen, größeren Gefahren- und Schadenslagen sowie Katastrophen,

- das Retten von Menschen aus Wassergefahren.

9. Gibt es eine Kooperation zwischen den Tauchergruppen, zum Beispiel bei der Abarbeitung von Einsatzlagen, der Zuführung von Personal und Material?

Wenn ja, welchen Inhalt hat diese?

Wenn nein, warum nicht?

Die Tauchergruppen unterstützen sich insbesondere bei allgemeinen Suchaufgaben, vorrangig zur Menschenrettung.

10. Wie viele Einsätze haben die Tauchergruppen seit 2001 absolviert? Bitte nach Quartalen aufschlüsseln.

Für die SEG-T der Feuerwehr Hamburg liegt eine quartalsweise Auswertung statistisch nicht vor. Es müssten alle Einsatzberichte händisch ausgewertet werden. Dies ist in der für die Beantwortung einer Schriftlichen Kleinen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich. Für 2001 liegen keine Unterlagen mehr vor.

Eine darüber hinausgehende Aufschlüsselung nach Quartalen würde die Auswertung der persönlichen Tauchbücher der Taucher erforderlich machen, was in der für die Beantwortung der Schriftlichen Kleinen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich ist. Die Aufbewahrungsfrist dieser Bücher beträgt zudem nur fünf Jahre.

11. Wo liegen die Einsatzschwerpunkte der jeweiligen Tauchergruppen nach Einsatzgebieten (im Hamburger Hafen, im Hamburger Umland, in den Seen und Flüssen)?

Der Einsatzschwerpunkt für die SEG-T der Feuerwehr Hamburg und die Tauchergruppe der Polizei liegt im Hamburger Hafen und den Nebengewässern.

12. Wo liegen die Einsatzschwerpunkte der jeweiligen Tauchergruppen nach Einsatzarten (Menschenrettung, Bergung, technische Gefahrenabwehr)?

Der Einsatzschwerpunkt für die SEG-T der Feuerwehr Hamburg ist die Menschenrettung.

Der Einsatzschwerpunkt der Polizei für das Jahr 2010 lag bei der Unterstützung des Zollhauptfahndungsamtes Hamburg beim Abtauchen von Schiffen nach rauschgiftverdächtigen Substanzen, gefolgt von sonstigen Einsätzen (Technische Hilfen, Bergungen, Absuche von Wasserfahrzeugen und Bootsanlegern nach gefährlichen Gegenständen, Untersuchung von Wasserbauten et cetera).

13. Wie sind im Durchschnitt die Alarmierungs- und Ausrückzeiten der Tauchergruppen?

Die durchschnittliche Zeit von der Alarmierung bis zum Ausrücken des Fahrzeuges beträgt für die SEG-T der Feuerwehr Hamburg zwei bis drei Minuten.

Die Ausrückzeit bei der Polizei ist abhängig von der aktuellen Dienstverrichtung (siehe Antwort zu 6. c)). Statistiken hierzu werden nicht geführt.

14. Gibt es weitere Tauchergruppen, mit denen die Feuerwehr- und Polizeitaucher zusammenarbeiten?

Wenn ja, welche und in welcher Form?

Die SEG-T der Feuerwehr Hamburg arbeitet im Einsatz gelegentlich mit der Tauchergruppe der DLRG Hamburg zusammen.

Die Tauchergruppe der Polizei arbeitet regelmäßig mit Polizeitauchergruppen aus anderen Bundesländern zusammen. In Einzelfällen arbeiten die Polizeitaucher auch bei Einsätzen mit Tauchern von privaten Rettungsorganisationen (speziell der DLRG) zusammen. Diese unterstützen dann auf Anforderung die Polizeitaucher.

Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg ­ 20.