Strom

Im vorhandenen Elektrofilter ist eine für Zementwerke typische sogenannte CO-Abschaltung (Stromabschaltung) eingebaut, um Explosionsgefahren zu vermeiden. Die CO-Abschaltung ist eine vom TÜV geforderte Sicherheitsabschaltung, die automatisch ausgelöst wird. Bewusste Abschaltungen, wie die in der Anfrage beispielhaft genannten Fälle Filterwechsel und Überhitzung sind nur bei Gewebefilteranlagen von Bedeutung und kommen deshalb im Zementwerk der Fa. Märker wegen des eingesetzten Elektrofilters nicht vor. CO-Abschaltungen führen in Einzelfällen je nach Dauer zu Überschreitungen beim festgelegten Emissionsgrenzwert für Staub. Die sicherheitstechnische CO-Abschaltung des Elektrofilters ist in der Regel auf ein Ungleichgewicht von Brennstoff und Verbrennungsluft zurückzuführen.

Derartige Abschaltungen sind deshalb i. d. R. nur im Minutenbereich zu beobachten. Die nachfolgende Zusammenstellung enthält die in den letzten 5 Jahren dokumentierten COAbschaltungen: Die in diesem Volumenstrom enthaltene Staubfracht besteht überwiegend aus den natürlichen Rohmaterialkomponenten Kalkstein und Ton. Das ist damit begründet, dass das Verhältnis an zugeführtem Brennstoff zu dem im Zementofen eingesetzten Rohmehl ca. 1:10 beträgt und deshalb das Rohmehl auch einen höheren Staubanteil verursacht. Der Staubgehalt pro m3 liegt dabei im mg-Bereich. Bei der sicherheitstechnisch bedingten CO-Abschaltung des Elektrofilters erfolgt aufgrund der weiter wirksamen Schwerkraftabscheidung im Elektrofilter dennoch eine Abscheidung der staubförmigen Stoffe in der Größenordnung von ca. 99 %. Damit können bei einer Rohgasstaubbelastung von ca. 1 kg/m3 bei insgesamt 53 Minuten CO-Abschaltung in den letzten 5 Jahren die zusätzlichen Staubemissionen mit ca. 1,7 ­ 2,2 t abgeschätzt werden.