Anleihen mit variablem Zinssatz

Außer Anleihen mit veränderlichem Zinssatz gibt es auch festverzinsliche Wertpapiere. Neben Zerobonds gibt es bei den Anleihen mit variablem Zinssatz auch die Floating Rate Notes, die auch kurz Floater genannt werden. (1.) Floater:
Nach drei, nach sechs oder nach 12 Monaten wird der Zinssatz bei den Floatern regelmäßig angepasst. Es ist also die Zinsentwicklung am Markt, nach der sich hier die Verzinsung richtet. Immer wenn eine Zinsperiode abgelaufen ist, also nach drei, sechs oder 12 Monaten, werden die Zinsen auch ausgeschüttet. Und wenn die Zinsen ausgezahlt werden, dann gibt man auch den neuen Zinssatz für die Folge-Periode bekannt. Dieser Zinssatz richtet sich entweder nach dem Libor oder nach dem Euribor. Libor bedeutet London Interbank Offered Rate und Euribor bedeutet European Interbank Offered Rate. Danach richtet sich auch das Geldgeschäft, das die Banken miteinander betreiben. Wenn die Zinsen steigen, dann sind Floater also interessant, weil ja die Zinsen dementsprechend angepasst werden. Dafür kann man aber nicht im Voraus sagen, wie viel Rendite man tatsächlich bekommen wird. Weil man ja nicht voraussagen kann, wie sich die Zinsen tatsächlich entwickeln werden. (2.) Reverse Floater:
Oft mehr als 10 % beträgt zunächst der feste Zinssatz bei den Reverse Floatern. Jedoch wird von diesem festen Zinssatz dann der jeweilige Referenzzinssatz abgezogen. Und erst daraus ergibt sich dann die tatsächliche Verzinsung eines Reverse Floaters.
Das bedeutet, wenn generell die Zinsen sinken, dann können Sie mit einem Reverse Floater gut verdienen (weil dann von ihrem festen Zinssatz nur wenig abgezogen wird).
Wenn man also nicht weiß, wie sich die Zinsen entwickeln werden, dann ist von einem Reverse Floater abzuraten. Denn wenn generell die Zinsen ansteigen, dann fallen die Kurse der Reverse Floater. (3.) Floater-Sonderformen: (a.) Floor-Floater: Einen veränderlichen Zinssatz wie die normalen Floater haben auch die Floor-Floater. Bei einem Floor-Floater wird aber zudem eine Mindestverzinsung garantiert, für den Fall, dass sich der Referenzzinssatz zu schlecht entwickeln sollte. (b.) Cap-Floater: Beim Cap-Floater vereinbart man im Voraus einen maximalen Zinssatz. Egal, wie sich dann der Euribor oder der Libor entwickeln, einen höheren Ertrag als diesen maximalen Satz bekommt man nicht.