Aufzug

Aufzug: Einrichtung für vertikalen Personenverkehr (Personenaufzug, Lift) oder Lastentransport in Gebäuden (Lastenaufzug und Kleinlastenaufzug). Personenaufzüge sind in Gebäuden mit Aufenthaltsräumen einzubauen, deren Fußböden > 16000 mm über Geländeniveau liegen, und in solchen mit > 5 Vollgeschossen. Es sind heute meist Treibscheiben-Aufzüge, d. h., die Tragseile des Fahrkorbs laufen über eine Treibscheibe (mit Elektromotor-Antrieb) zu einer Gegenlast und werden aufgrund der zwischen ihnen und den (Keil- oder Rund-)Rillen der Scheibe entstehenden Reibungskraft mitgenommen. Ihre Geschwindigkeit beträgt 0,5 bis 4 m/s, die Tragkraft bis zu 16 kN (~ 1600 kp). Der Fahrkorb, eine Stahlkonstruktion mit Verkleidung aus Holz mit Schichtpressstoff- bzw. Furnierbelag oder aus beschichtetem Blech, muss mit einer elektronisch überwachten Tür versehen sein, und die Türen, mit denen die Schachtzugänge abgeschlossen sind (meist Schiebetüren), lassen sich nur bei dahinterstehendem Fahrkorb öffnen. Für jeden Personenaufzug sind Sicherheitseinrichtungen vorgeschrieben, wie die Fangvorrichtung, die den Fahrkorb an den Führungsschienen mit einer für den Benutzer zumutbaren Verzögerung zum Stillstand bringt (Gleitfangvorrichtung), und Sicherheitsschalter (Verzögerungskontroll-, Betriebsend- und Notendschalter), die das Überfahren der Endhaltestellen ausschließen. In der Schachtgrube sind zusätzlich Feder- oder hydraulische Puffer angebracht, die den Fahrkorb oder die Gegenlast bei Versagen der vorgen. Sicherheitsschalter verzögern. Die meisten Personenaufzüge haben heute eine Druckknopfsteuerung. Zum Verringern der Wartezeiten dient die Sammelsteuerung, die nur in der Fahrtrichtung liegende Rufe erfaßt und berücksichtigt (beschränkte Rufannahme) oder sämtliche Rufe registriert und in der günstigsten Reihenfolge erfüllt (VollrufSammelsteuerung). Sind mehrere Aufzüge nebeneinander angeordnet, so bevorzugt man die Gruppensammelsteuerung, die zum Erhöhen der Förderleistung nach dem zu erwartenden Verkehr programmiert wird.
In Bürogebäuden u. ä. ist für den Zwischenstockverkehr häufig ein Umlaufaufzug oder Paternosteraufzug vorhanden. Er besteht aus mehreren, an 2 durch Elektromotorantrieb und Kettenräder stetig umlaufenden Ketten befestigten, offenen Fahrkabinen für 1 bis 2 Personen, die sich gleichzeitig mit etwa 0,3 m/s auf- und abwärts bewegen und dabei betreten und verlassen werden können. Sie dürfen in Gebäude, die vornehmlich Wohnzwecken dienen, sowie in Warenhäusern und Theatern nicht eingebaut werden.
Kleinlastenaufzuge sind bis 1 kN ( 100 kp), Lastenaufzug bis 50 kN (~5000kp) Tragkraft vorgesehen; die Fahrgeschwindigkeit betragt 0,5 m/s. Personenbeförderung ist (außer beim Kleinlastenaufzug) möglich, wenn eine Innensteuerung vorhanden ist. Der Fahrkorb besteht meist aus Blech und kann bei glatten Schachtwänden an der oder den Zugangsseiten offen bleiben. Antrieb und Sicherheitseinrichtungen gleichen meist denjenigen der Personenaufzüge.
Aufsatteln: Verstärken von Konstruktionshölzern durch Bretter, Bohlen oder Kanthölzer.
Aufstocken: nachträgliches Erhöhen eines Bauwerks um ein oder mehrere Geschosse (Stockwerke).