Bauholz

Bauholz hat viele Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten. Vor allem am Bau bzw. in Gebäuden ist es sehr vielseitig: Bauholz wird eingesetzt bei Möbeln, als Fenster, als Türen oder Holzverkleidungen, als Fußboden und beim Dachstuhl. Weil Bauholz zu den nachwachsenden Rohstoffen zählt, ist es umweltfreundlich, wenn man Bauholz verwendet. Die Wälder der Erde sind äußerst wertvoll. Normalerweise würde Kohlendioxid in die Luft abgegeben werden. Doch unsere Wälder können Kohlendioxid speichern und so der Klimaveränderung entgegenwirken. Und das ist noch nicht der einzige Vorteil: Wälder bieten einen guten Platz für Flora und Fauna, speichern und filtern Wasser, wirken gegen Erosion und reduzieren die Luftverschmutzung. Erosion und Monokultur, Abholzung und Artensterben sind die Konsequenzen einer falschen Forstwirtschaft. So werden in Russland, Kanada und in Skandinavien alte Waldbestände gefällt, was ähnlich problematisch ist, wie die 17 Mio. Hektar tropischer Regenwald, die jährlich vernichtet werden.
Seit 1993 hat man ein spezielles Begutachtungs-System für Umweltverträglichkeit und Wiedererneuerung aufgebaut, um gegen solche Schwierigkeiten vorzugehen. Aus Umweltschützern, Bauholzhändlern, Eingeborenen, Waldarbeitern, Förstern und Einzelhändlern setzt sich weltweit der gemeinnützige Forest Stewardship Council (FSC) zusammen. Für alle Typen von Wäldern bietet der FSC ein Begutachtungsschema. Greenpeace, der WWF und andere Umweltorganisationen unterstützen den FSC. Dann gibt es unabhängige Organisationen, die vom FSC beurteilt, zugelassen und überwacht werden. Diese unabhängigen Organisationen führen die Beurteilungen der Wälder durch. Viele Wälder bekamen den FSC-Standard für Umweltverträglichkeit und Wiedererneuerung. Europaweit ist mittlerweile die ganze Vielfalt an Bauholzerzeugnissen (Papier, Büromaterial, Tapeten, Möbel und Heimwerkerprodukte) lieferbar, die aus dem Bauholz dieser Wälder produziert wurden. Wenn man also solche Holzprodukte kauft, dann sollte man darauf achten, dass diese entweder das FSC-Siegel tragen oder dass sie aus wieder aufforstbarem Anbau stammen.