Bauspardarlehen

Das Bauspardarlehen erfreut sich zu Recht immer größerer Beliebtheit. Hier erfahren Sie mehr. Beim Bauspardarlehen handelt es sich um eine der wichtigsten Finanzierungsformen für die eigenen vier Wände in Deutschland. Das Bauspardarlehen ist bei fast 80% aller in Deutschland gebauten Häusern und Eigentumswohnungen als Finanzierungsform beteiligt. Etwa 20 Millionen Deutsche sind im Besitz eines Bausparvertrages und der Trend hin zum Bausparvertrag hält weiter an. Dies liegt in den staatlichen Förderungsmaßnahmen begründet, da viele davon ausgehen, dass das, was der Staat fördert, schon nicht so schlecht sein kann.
Hier erfreut sich die Wohnungsbauprämie besonderer Beliebtheit, wobei sogar der Kreis der Anspruchsberechtigten durch ständige Erweiterung laufend vergrößert wird. Dadurch geht es die Bausparkassen bestens, da ihnen jährlich Milliarden auf diesem Wege zufließen.
Dem Bausparen liegt dabei seit hundert Jahren dasselbe Prinzip zugrunde. Um ein relativ zinsgünstiges Bauspardarlehen zu erhalten, ist es im Vorfeld erforderlich über mehrere Jahre in der Bausparkasse Geld anzusparen. Dies kann in solchen Fällen zum Problem werden, in denen sofort eine Immobilie finanziert werden soll. Für solche Fälle bieten die Bausparkassen eine so genannte Sofortfinanzierung an.
Um die Vor- und Nachteile einer solchen Sofortfinanzierung gegenüber einem Bauspardarlehen verdeutlichen zu können, ist es erforderlich einen genaueren Blick auf den Aufbau eines Bausparvertrages zu werfen.
Ein für ein Bauspardarlehen notwendiger Bausparvertrag besteht aus drei Phasen. Dazu zählen die Ansparphase, die Zuteilungsphase und die Darlehensphase. Mit der Einzahlung während der Ansparphase erwirbt der zukünftige Darlehensnehmer einen Anspruch auf ein zukünftiges Bauspardarlehen, wobei dieses Darlehen jedoch zweckgebunden ist. Das Bauspardarlehen muss für so genannte wohnungswirtschaftliche Zwecke verwendet werden. Hierzu zählen der Bau oder Kauf von Wohneigentum, ein Instandsetzung- oder Modernisierungsvorhaben, das Begleichen von Baukosten, das Erwerben von Baugenossenschaftsanteilen und das Ablösen von Schulden, die zuvor aus einem wohnungswirtschaftlichen Zwecke entstanden sind. Hierbei akzeptieren die Bausparkassen eine nachrangige Absicherung im Grundbuch. Einen besonderen Vorteil des Bauspardarlehns stellt die Tatsache dar, dass mit der Unterzeichung des Bausparvertrages die Konditionen, zu denen später ein Bauspardarlehen zugestanden wird, bekannt gemacht werden.