Baustahl

Baustahl: Sammelbegriff für die unlegierten und niedrig legierten Stähle. die - im allgemeinen warmumgeformt - im Wesentlichen aufgrund ihrer Zugfestigkeit und Streckgrenze als Konstruktionswerkstoff in der Bautechnik verwendet werden. Unter Stahl versteht man alle ohne Nachbehandlung schmiedbaren Eisenwerkstoffe im Unterschied zum Gusseisen, das in der Regel nur durch Vergießen in die gewünschte Form gebracht werden kann. Nach der chemischen Zusammensetzung fallen unter den Begriff Stahl alle Eisen-Kohlenstoff-Legierungen. Durch Legierungszusätze wird diese Grenze verschoben.
Als Bewehrung für den Stahl- und Spannbetonbau wird warmgewalzter Betonstahl (glatter Rundstahl St A-I oder gerippter St A-I1I) geliefert, für die Herstellung punktgeschweißter Bewehrungsmatten vor allem der kaltverfestigte Betonstahl St B-IV verwendet. Die hochfesten Spann-Stähle sind entweder warm gewalzte Stäbe aus mangan-silizium-legiertem Stahl, vergütete Stähle oder kaltgezogene Drähte. Beim Vergüten werden die Stähle auf die Härtetemperatur erhitzt und danach in Wasser oder Öl abgeschreckt.
Gusseisen wird in der Bautechnik vor allem für Lager und Gelenke von Tragkonstruktionen, für Rohre und Formstücke von Abfluss- und Druck- Wasserleitungen sowie für Gliederheizkörper verwendet. Baustandardmaß für Maßordnung.