Beitragsentwicklung bei der PKV

Bekanntlich richtet sich die Beitragsentwicklung bei der PKV nach anderen Kriterien, als bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Während die Beitragsentwicklung bei der PKV daraus resultiert, dass es sich meistens um Kapital orientierte Unternehmen handelt, arbeitet die GKV als Umsetzung des Solidargemeinschaft Gedankens nicht Gewinn orientiert. Die Beiträge entstehen nach dem gesetzlich festgelegten Prozentsatz aus dem jeweiligen Bruttoeinkommen des Versicherten. Somit gibt es zwei Möglichkeiten, dass sich der GKV Beitrag ändert - entweder das Einkommen verändert sich oder der Prozentsatz wird erhöht - gegebenenfalls auch vermindert. Die Beitragsentwicklung bei der PKV ist davon abhängig, wie hoch die Ausgaben für Behandlungskosten im jeweiligen Vorjahr waren.
Es kann durchaus vorkommen, dass die Beitragsentwicklung bei der PKV eine jährliche Erhöhung der Tarife um einen zweistelligen Prozentpunktwert mit sich bringt. Mitglieder, die einzelne Tarife nicht in Anspruch genommen haben, werden durch eine Beitragsrückerstattung oder eine Verringerung des monatlichen Beitrags belohnt. Die privaten Versicherungsgesellschaften haben in der Gestaltung ihrer Verträge freie Hand - im Rahmen der allgemeingültigen Versicherungsbedingungen. So kann es passieren, dass die Beitragsentwicklung bei der PKV unter den einzelnen Gesellschaften durchaus unterschiedlich ausfällt. Alle haben aber gemeinsam, dass für Senioren eine Beitragsentwicklung bei der PKV etliche Probleme mit sich bringen kann.
Es ist nämlich damit zu rechnen, dass die monatlichen Versicherungsbeiträge für Senioren steigen, es sei denn, sie haben in ihrem Tarif eine Altersrückstellung vereinbart. Die meisten privaten Versicherungen haben diese Altersrückstellung vorgesehen, damit eine steigende Beitragsentwicklung bei der PKV für ältere Mitglieder verhindert werden kann. Die Versicherten leisten dadurch in jüngeren Jahren bereits eine Art Vorauszahlung auf die Beiträge im Alter.