Bio Wein

Beim Bio Wein kann man den Unterschied sehen und hören zwischen Öko-Weinbergen und herkömmlich bewirtschaftetem Wein-Anbau. Bei konventionellem Wein geht es still zu, weil Insektizide und Herbizide die Schädlinge und die Nützlinge vertrieben und die Erde verbrannt haben. Dagegen gibt es beim Bio Wein biologische Vielfalt und Begleitpflanzen. Zwischen den Reben, für den Bio Wein, finden sich Gras und Blumen, und das lockt Nützlinge an. Das ganze Jahr über, sehen die Bio Weinberge lebendig aus, und man kann das Summen der Insekten hören.
Bio Wein herzustellen ist oft teurer als der herkömmliche Anbau, weil die natürliche Pflege ein mehr an Arbeit beim Bio Wein bedeutet. Für ein besseres Wein-Aroma haben die Bio-Winzer oft niedrigere Erträge, also weniger Flaschen Bio Wein pro Hektar. Viele Bio-Winzer setzen Gründüngung ein. Damit der Boden fruchtbarer wird, wird Kompost verwendet, der auch die Überreste der vorjährigen Weinlese beinhaltet - also ökologisches Recycling. Über 10000 Tonnen Traubenschalen und Traubenkerne werden im Jahr von einer Firma in Kalifornien kompostiert, die Bio Wein produziert. Diese Firma gilt als führend was die schonende Produktion und den Bio-Weinbau betrifft. Recycelt werden dort auch sehr viel Weinkartons, Altpapier und Glas. Und der Flaschenverschluss des Bio Wein besteht aus Wachs anstelle von Blei. Dort kann man sehen, dass eine umweltbewusste Vorgehensweise auch bei Großunternehmen möglich ist. So gibt es die Bezeichnung für Wein aus ökologischem Anbau beim Bio Wein. Eine bestimmte Weinqualität wird daraus jedoch noch nicht garantiert. Biowinzer müssen ihr Handwerk besser beherrschen als herkömmliche Winzer. Der Bio Wein erfordert viele Kenntnisse, Einfühlsamkeit und Beobachtungsgabe. Wer guten Bio Wein produzieren will, der muss den Wein für sich selbst sprechen lassen. Dagegen haben viele Winzer bereits eine vorgefasste Meinung, wie ihr Wein riechen und schmecken soll. Doch die Bio Weine werden vielfach wegen ihres Charakters und wegen der Herstellungsverfahren gekauft.