Bundestag

Auf Bundesebene stellt der Bundestag die zentrale politische Vertretung des Volkes dar(Art. 38 ff. GG). Beim Bundestag handelt es sich um eine gesetzgebende Körperschaft, die mit den anderen Verfassungsorganen zusammenarbeitet. Vom Bundestag wird der Bundeskanzler gewählt. Des Weiteren werden die Regierung und Verwaltung vom Bundestag kontrolliert.
Der Bundestag setzt sich aus 598 Abgeordneten zusammen. Das komplizierte Wahlrecht bedingt, dass diese Zahl für eine Legislaturperiode abweichen kann. Der Bundestag ist in der Zeit seiner Amtsdauer, der Legislaturperiode, aktiv, es sei denn der Bundestag wird vorher aufgelöst. Das Ende der Amtszeit eines Bundestages fällt mit dem Zusammentritt eines neu gewählten Bundestages zusammen(Art. 39 Abs.1 GG). Für die Wahl der Abgeordneten gilt, dass diese in allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen gewählt werden (Art. 38 Abs.1 GG). Für die Wahl sind alle Deutschen, die das 18. Lebensjahr überschritten haben, zugelassen. Dies gilt sowohl für die aktive aus auch für die passive Wahl (Art. 38 Abs.2 GG). Es gelten sehr enge Grenzen, um das Wahlrecht auszuschließen. Die kann für strafgerichtlich Verurteilte der Fall sein.

Grundsätzlich besitzt das gesamte Volk ein Wahlrecht. Dies geht daraus hervor, dass die Wahlen allgemein sein müssen. Aus der Unmittelbarkeit geht hervor, dass das Einschalten von Wahlmännern, die zunächst gewählt werden und dann über die Zusammensetzung des Bundestages befinden, nicht zulässig ist. Mit freien Wahlen ist gemeint, dass die Wahlberechtigten keinerlei Zwang ausgesetzt werden dürfen, um die Wahl in eine bestimmte Richtung zu lenken. Mit Gleichheit der Wahl ist gemeint, dass jede Stimme gleichviel wert ist. Die Wahl an sich muss geheim stattfinden.

Für die Wahlen ist das gesamte Bundesgebiet in Wahlkreisen eingeteilt, die eine ungefähr gleichgroße Anzahl an Wahlberechtigten beinhalten. Für jeden Wahlkreis werden Bewerber zur Wahl aufgestellt. Die Wahl wird von demjenigen gewonnen, der die meisten Stimmen aufweist.