Ertrag

Ertrag - 1. Summe der Erlöse plus bzw. minus Wert der Bestandsänderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen. Der Ertrag ist ein Begriff der bürgerlichen Betriebswirtschaftslehre, der für ökonomisch unterschiedlich zu wertende Erscheinungen Anwendung findet. Zu den Ertrag werden gerechnet: Erlöse aus Warenumsatz und Leistungen; Ertrag aus Beteiligungen und anderen Wertpapieranlagen; Ertrag aus Gewinnabführungs und Verlustübernahmeverträgen; Ertrag aus Zinsen; Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen, Rücklagen und Rückstellungen. Ferner unterscheidet man zwischen betrieblicher und betriebsfremder Ertrag sowie zwischen ordentlichem und außerordentlichem Ertrag. Setzt man vom Ertrag die Summe der Aufwendungen ab, erhält man den sog. Reinertrag.
Gewinn- und Verlustrechnung - 2. in Naturaleinheiten ausgedrücktes Ergebnis des Prozesses der Pflanzenproduktion in einem Abrechnungszeitraum, das für die Landwirtschaft insges., für einen Betrieb oder für einen Hektar LN ermittelt werden kann; z. T. auch in der Tierproduktion gebräuchlich. In der Pflanzenproduktion beziehen sich Ertragsangaben auf ein konkretes Produkt bzw. eine Produktengruppe (Masseertrag) oder auf den Ertrag an Nährstoffen. Der Ertrag hängt maßgeblich von der Effektivität der Feldwirtschaft ab. Diese ist das Ergebnis aus den Wechselbeziehungen zwischen den Standortverhältnissen, dem Pflanzenbestand und der eingesetzten Arbeit (Bodenfruchtbarkeit). Die in einem Abrechnungszeitraum (Kalenderjahr) geerntete Masse an einzelnen Pflanzenarten ist der Ernteertrag, der auf einen Hektar LN bezogen den Hektarertrag ergibt. Man unterscheidet den Rohertrag, die auf dem Felde erzeugte Menge an Produkten und den Reinertrag der sich nach Abzug der Ernteverluste vom Rohertrag ergibt. Der Ertrag in der Pflanzenproduktion wird vorwiegend in dt angegeben. In der Tierproduktion wird der Ertrag entsprechend der Tierart vorwiegend in Kilogramm oder Stück ausgewiesen. Bezogen auf ein Tier ist er Ausdruck für dessen Leistung, z. B. Kilogramm Milch je Kuh und Jahr, Stück Ferkel je Sau und Jahr, Stück Eier je Legehenne und Jahr usw. Ziel der weiteren sozialistischen Intensivierung ist es, eine stetige Ertragssteigerung zu erzielen, d. h. eine quantitative Zunahme des Ertrag. Der im Planjahr gegenüber einem Basisjahr oder einem mehrjährigen Durchschnitt erzielte größere Ertrag wird als Ertragszuwachs bezeichnet. Die Ertragsrelationen bringen das Verhältnis des Ertrag verschiedener landwirtschaftlicher Erzeugnisse zueinander während eines Wirtschaftsjahres oder bei einem Erzeugnis über mehrere Jahre zum Ausdruck.