Feuchtemessung

Feuchtemessung: Verfahren zur Bestimmung der Feuchte von Baustoffen und Bauteilen sowie der Luft.
1. Baufeuchte: Zur Messung der Feuchte von Baustoffen und -teilen wendet man u. a. die im folgenden gen. Methoden an: 1.1. bei der Wägemethode (gravimetrisches Verfahren) wird dem Baustoff eine Probe entnommen und deren Masse mf ermittelt. Dann wird die Probe bis zur Massenkonstanz (z. B. 48 h bei 105°C) getrocknet und die Masse mlr bestimmt. Aus beiden Werten lässt sich die Feuchte in Masseprozenten berechnen: die Neutronenmethode mittels Oberflächensonde wendet man bei Stoffen an. die keinen chemisch gebundenen Wasserstoff enthalten, wie Sand und Kies. Die von einer Neutronenquelle ausgehenden schnellen Neutronen werden umso wirksamer gebremst, je größer der Wasseranteil im Prüfmaterial ist. Bei dem Abbremsen wird kinetische in Wärmeenergie umgewandelt. Die Zählrate, d. h. die Anzahl der so entstandenen thermischen Neutronen lässt sich mit einem Detektor leicht nachweisen und stellt ein Maß für die Feuchte des Prüfmaterials dar.
2. Luftfeuchte: Von den Verfahren der Luft-Feuchtemessung seien folgende gen.: 2.1. im Haarhygrometer ändert sich die Länge eines präparierten quellbaren Haares mit der Feuchte; somit ist die Längenänderung ein Maß für die relative Luftfeuchte; 2.2. das Aspirationspsychrometer besteht aus 2 Thermometern; das eine Thermometergefäß ist von außen mit einem feuchten Läppchen umgeben, das andere trocken. Die sich durch die Verdunstungskälte an dem feuchten Gefäß gegenüber dem trockenen einstellende Temperaturdifferenz ergibt durch Umrechnung die aus einer Tafel ablesbare relative Luftfeuchte: 2.3. beim Taupunkthygrometer wird eine polierte Metallplatte durch Verdunstung von Äther rasch abgekühlt, bis der Wasserdampf der Luft auf ihr kondensiert (Taupunkttemperatur). Anhand der herrschenden Lufttemperatur und der Taupunkttemperatur lässt sich aus einer Tafel die relative Luftfeuchte ablesen.