Geldmarktfonds

Was soll man mit dem Geld machen, das man eigentlich anlegen wollte? Das ist die Frage, wenn unklar ist, in welche Richtung sich der Finanzmarkt bewegt. Manche denken an kurzfristige Anlagen oder an Tagesgeldkonten, aber dafür bekommt man meist nur wenig Zinsen.
Geldmarktfonds sind ähnlich wie Rentenfonds. Geldmarktfonds sind eine Möglichkeit, sein Geld kurzfristig zu parken. Es sind festverzinsliche Anleihen (oder Einlagen auf Bankkonten), die nur noch 3-6 Monate Laufzeit haben, in die das Management beim Geldmarktfonds investiert. Sind die 3-6 Monate abgelaufen, dann muss man wieder neu anlegen.
Wenn an den Geldmärkten die Zinsen steigen, dann ist ein Geldmarktfonds besonders interessant. Denn dann bekommen Sie gute Zinsen für Ihr Kapital, und von den Zinsänderungen können Sie ebenfalls profitieren. Auf der anderen Seite kann dies aber auch ein Nachteil sein: Wenn die Zinsen niedrig sind, dann sollte man nicht in Geldmarktfonds anlegen. Dennoch bringt ein Geldmarktfonds bessere Renditen, wenn man ihn mit Tagesgeld oder mit einem normalen Sparbuch vergleicht. Um mehr als 2% ist 2006 der Wert von Euro-Geldmarktfonds angewachsen.
Wenn festverzinsliche Wertpapiere stärker beteiligt sind, als das Anlegen auf Bankkonten, dann spricht man von Geldmarktnahen Fonds. Diese können Sie vielerorts ohne einen Ausgabeaufschlag bekommen, mit Verwaltungsgebühren von einem halben Prozent. Wenn kurzfristige Anlagen höhere Zinsen bekommen als langfristige, dann spricht man von einer inversen Zinssituation. Bei einer inversen Zinssituation können Sie hierbei also besonders gut verdienen. Außerdem bietet diese Anlage ein hohes Maß an Sicherheit, weil die Kurse in der kurzen Zeit nur wenig schwanken. So können Sie die Anlage fast jeden Tag auch wieder verkaufen.