Internatsschulen

In Deutschland gibt es ca. 300 Internatsschulen, die zum größten Teil unter konfessioneller Trägerschaft stehen. Etwa ein Drittel der Internatsschulen untersteht einem anderen Träger.
Ihrer Tradition folgend sind es häufig Klöster, welche Internatsschulen betreiben. Der Erziehungsauftrag wird aus dem christlichen Glauben heraus verstanden, dementsprechend geprägt sind die jeweiligen Internatsschulen. Die meisten Klosterschulen sind Schülern mit allen Konfessionen zugänglich, es gibt aber auch Internatsschulen unter kirchlicher Leitung, welche bevorzugt Kinder aufnehmen, die aus einem religiös geprägten Elternhaus kommen oder sogar die gleiche Konfession haben, wie der Träger vorgibt. Einige Internatsschulen unterrichten ausschließlich Jungen, andere wiederum ausschließlich Mädchen. Der Besuch einer Internatsschule ist nicht unbedingt daran geknüpft, in einem Internat zu wohnen. Vielmehr sind einige Internatsschulen auch als Tagesschulen zu verstehen, die ihre Tore auch solchen Kindern öffnen, die im Elternhaus leben. Neben den konfessionellen Trägern sind es private Träger, welche ihren Bildungsauftrag mit dem Betrieb einer privaten Schule mit Internat umsetzen. Hier steht eine bestimmte Philosophie im Vordergrund, welche auf den Lehrplan Einfluss nimmt, was dazu führt, dass keine staatliche Anerkennung vorliegt. Anders verhält es sich bei privaten Internatsschulen, die sich nach dem staatlich vorgegebenen Lehrplan richten. Freie Träger mit staatlicher Anerkennung können Vereine oder Stiftungen sein oder auch private Unternehmer. Darüber hinaus gibt es auch staatliche Internatsschulen. Bei dieser Form ist die Schule selbst staatlich geführt, während das angeschlossene Internat durchaus auch unter privater Trägerschaft stehen kann.
Eltern, die ihre Kinder in Internatsschulen erziehen und unterrichten lassen wollen, müssen sich an den Kosten beteiligen. Das monatliche Schulgeld richtet sich nach dem Umfang der Unterbringung und nach dem Träger. Die Spanne reicht von 300 bis 1500 Euro monatlich.