Kostensenkung

Kostensenkung - Reduzierung der Kosten gegenüber einer fixierten Basis, Gradmesser der Intensivierung der sozialistischen Volkswirtschaft. Die ständige Kostensenkung ist im Sozialismus eine gesetzmäßige Erscheinung. Sie beruht auf dem Wirken des ökonomischen Gesetzes der stetigen Steigerung der Arbeitsproduktivität und des Gesetzes der Ökonomie der Zeit. Die hauptsächlichen Tendenzen der Kostensenkung werden durch den wissenschaftlich- technischen Fortschritt bestimmt (Steigerung der Arbeitsproduktivität, Senkung der Verbrauchsnormen durch neue Technologien und Verfahren, Senkung der Kosten durch Rationalisierung der Produktions-, Zirkulations- und Verwaltungsorganisation, Reduzierung der Kosten durch Standardisierung der Erzeugnisse und Spezialisierung der Produktion). Bei der Planung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts müssen die Faktoren der Kostensenkung berücksichtigt werden. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der absoluten und relativen Kostensenkung. Während die absolute Kostensenkung auf der Senkung der erzeugnis- und stellenplangebundenen Kostennormative basiert, wird die relative Kostensenkung durch das fixe und degressive Verhalten bestimmter Kosten Kostendynamik) bei Erhöhung des Produktionsvolumens hervorgerufen. Für die Planung der Kostensenkung werden unterschiedliche Methoden angewandt: a) Planung der Kostensenkung auf der Grundlage der vergleichbaren Warenproduktion. Hierbei werden die Kosten der dem Planzeitraum vorangegangenen Periode als Basis gesetzt, entsprechend der Leistungssteigerung proportioniert und auf diese Größe der Senkungskoeffizient angewandt. b) Planung der Kostensenkung auf der Grundlage der Einheit des Erzeugnisses; sie bietet günstige Anknüpfungspunkte mit gebildeten Kostennormativen und macht den Einfluss der Sortimentsverschiebung sichtbar. c) Planung der Kostensenkung auf. der Grundlage der Kosten je 1000 Warenproduktion. Diese Form ist dann geeignet, wenn die vergleichbare Warenproduktion nicht überwiegt und ein umfangreiches Sortiment gefertigt wird. d) Planung der Kostensenkung auf der Grundlage der gesamten Warenproduktion unabhängig von ihrer Vergleichbarkeit. Hierbei werden differenzierte Kostensenkungskoeffizienten angewandt. Der Vorzug dieses Verfahrens besteht in der Einbeziehung der direkten Kosten der nicht vergleichbaren Warenproduktion in den Kostenentwicklungsvergleich und in der genauen Behandlung der unabhängig von der Leistungssteigerung und der Vergleichbarkeit der Warenproduktion sich entwickelnden indirekten Kosten. Jede der gen. Methoden hat also Vor- und Nachteile. Bei der Festlegung der Basis für die Kostensenkung werden Bereinigungen vorgenommen. So werden die in der Basisperiode angefallenen nicht planbaren Kosten mit 0 angesetzt. Darüber hinaus werden gesetzlich angeordnete Änderungen der Produktionsmittelpreise eliminiert. Da die Kostensenkung die entscheidende Quelle zur Steigerung des Gewinns ist, kommt ihrer Planung, Abrechnung und Analyse eine große Bedeutung zu. Deshalb nehmen die Kennzahlen der Kostensenkung einen wesentlichen Platz bei der Leistungsbeurteilung der Betriebe und innerbetrieblichen Einheiten ein. Die Ermittlung ökonomisch aussagefähiger Kennziffern für die Kostensenkung setzt voraus, dass die Kosten richtig ausgewiesen werden.