Melioration

Melioration: Maßnahmen zur Verbesserung des Bodens und zur Erhöhung der Erträge insbesondere durch landwirtschaftliche Be- und Entwässerung.
1. Bewässerung.
1.1. Bei der Staubewässerung wird das zugeführte Wasser in Gräben gestaut und den zu bewässernden Flächen zugeführt. Dabei spricht man von Überstau, wenn das Gebiet zeitweilig völlig unter Wasser gesetzt wird. 1.2. Bei der Berieselung wird Klar- oder Abwasser in künstlich angelegten Zuleitungsgerinnen über den Boden geleitet. 1.3. Die Beregnung von landwirtschaftlichen Flächen zeigt zwar gute Ergebnisse, ist aber sehr aufwendig (hohe Bau- und Unterhaltungskosten.
2. Entwässerung.
2.1. Die Grabenentwässerung sammelt das Wasser in Gräben und führt es einem natürlichen oder künstlichen Vorfluter zu. 2.2. Zur Dränrohrentwässerung (Dränung) werden Ton- oder Plaströhren in die 1 m tiefen Drängräben verlegt. Die Gräben werden anschließend wieder verfüllt. Das Bodenwasser sickert durch die Stoßfugen (bzw. Schlitze) in die blind endenden Saugleitungen (Sauger) und wird von ihnen durch leichte Gefälleleitung den Sammelleitungen (Sammler) zugeführt. Diese befördern das Wasser in den Vorfluter. Die Entwässerungsgeschwindigkeit wird von der Bodendurchlässigkeit und dem Abstand der Sauger beeinflusst.