Mulchen-Mulch

Unter Mulchen versteht man das Bedecken des Bodens mit unverrottetem, organischem Material (= Mulch). Durch Mulchen kann Unkraut unterdrückt und der Boden geschützt werden. Was tun Biogärtner außerdem, um den Garten vor Schädlingen zu schützen aus dem Mulchen? Sie fördern die natürlichen Feinde, also z. B. Vögel.
Nicht jedes einzelne Unkräutlein wird in einem Biogarten vernichtet, sondern es wird nur solches Unkraut beseitigt, das andere Pflanzen mit Überwucherung bedroht. Denn wenn eine beliebige Pflanze am falschen Ort wächst oder eine andere überwuchert, dann wird sie zum Unkraut. Es gibt verschiedene Gegenmittel gegen unterschiedliche Varianten von Unkraut. Außer Mulchen kann manuell durch Hacken oder Umgraben einjähriges Unkraut beseitigt werden, denn es hat nur flache Wurzeln. Schwieriger ist das bei tieferen Wurzeln, wie sie bei mehrjährigem Unkraut auftreten. Denn das Unkraut wird weiter wachsen, wenn nur das Oberirdische beseitigt wird. In einem Biogarten wird das Unkraut bekämpft durch Hacken, Jäten, Mulchen und Herausrechen, nicht durch chemische Unkrautmittel.
Durch das Abweisen von Licht wird das Wachstum gebremst. Auf diese Weise hemmt Mulch das Unkraut. Beim Verrotten von Rindenmulch oder von Stroh wird der Acker verbessert. Dabei sollte die Dicke des Mulls mehr als 10 cm betragen. Anderes Material als Mull wären etwa Flachsmatten, Karton, Zeitungspapier, Split oder Kies. Luft und Wasser sollen vom Mulch durchgelassen werden. Damit es nicht weggeweht wird, bedeckt man das flächige Material noch mit etwas losem Mulch.
Bei kleineren Feldflächen kann man das Unkraut untergraben. Allerdings geht es darum, bei mehrjährigem Unkraut dessen Wurzeln zu beseitigen. Bei einem größeren Feld sollte man das Unkraut stattdessen mit Mulch bedecken. Dafür gibt es schwarze Folie oder Karton. Beides kann man dann noch mit Laub oder Stroh bedecken. Man kann auch eine spezielle Mulchfolie anschaffen. Zur Unkrautbekämpfung sollte man den Mulch vom Frühling bis zum Herbst liegen lassen. Das Unkraut, das dann noch vorhanden ist, kann man ausgraben - oder stattdessen das Mulchmaterial nochmals ein halbes Jahr liegen lassen. Wenn sich der Bio-Mulch zersetzt hat, dann sollte er nachgefüllt werden. Die schwarzen Folien sollten nach einem halben Jahr weggenommen werden. Dann sollte das Feld erst nach einem Monat wieder bedeckt werden, um in der Zwischenzeit Luft und Regen an den Acker zu lassen.
Es ist möglich, ohne chemische Mittel und ohne Mulchen im Garten die Schädlinge zu begrenzen. Man muss zunächst die natürlichen Widersacher der Schädlinge unterstützen. Viele solche nützlichen Tiere sollte man in seinem Garten haben. Und wenn die Pflanzen gute Wachstumsbedingungen haben, dann gibt es auch weniger Krankheiten. Die Pflanzen beschützen kann man auch noch mit anderen Mitteln, aber ohne Pestizide. Man sollte seinen Garten gesund erhalten. Selbst wenn Schädlinge oder eine Pflanzenkrankheit einmal außer Kontrolle geraten, dann können Sie den Pflanzen mit natürlichen Mitteln dennoch helfen. Wählen Sie eine widerstandsfähige Sorte oder nehmen Sie andere Pflanzen, die geeigneter sind für den Standort, falls Sie einmal ein Problem mit einem Schädling oder einer Pflanzenkrankheit haben. Sie sehen Mulchen ist nicht die einzige Möglichkeit.