Tagesheim

Ein Tagesheim ist einer öffentlichen oder privaten Schule angeschlossen und bietet den Kindern eine Tagesbetreuung an. Das Tagesheim unterscheidet sich dabei vom Hort im Wesentlichen im Erziehungsauftrag, der vom Träger beeinflusst wird.
Die Abgrenzung von Tagesheim zum Wohnheim und Tagesheim zu Hort ist nicht nur auf die zeitlich bezogene Aufenthaltsdauer der Schüler in der Einrichtung beschränkt. Dennoch bestehen auch hier wesentliche Unterschiede. Ein Wohnheim für Schüler stellt Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung. Je nach Träger und nach Alter der Schüler wird auch eine Betreuung gewährleistet. Das Tagesheim ist dagegen nur bis abends geöffnet, danach kehren die Schüler in den elterlichen Haushalt zurück. Einen ähnlichen zeitlichen Rahmen findet man im Hort. Im Vergleich Tagesheim - Hort erkennt man dennoch einen wesentlichen Unterschied. Während im Hort neben der Hausaufgabenbetreuung ein altersentsprechendes Beschäftigungsprogramm angeboten wird, findet im Tagesheim eine konzeptionell gesteuerte Erziehung der Schüler statt, die über eine Überwachung der Hausaufgaben und Freizeitgestaltung weit hinausgeht.
Manche konfessionell geprägte Schulen unterhalten ein eigenes angegliedertes Tagesheim, in welchem der religiös geprägte Erziehungsstil der Schule fortgeführt und ergänzt werden soll. Es gibt aber auch Tagesheime unterschiedlicher Träger, die für Schüler mehrerer öffentlicher Schulen aufnahmebereit sind. Hier soll ergänzend zum Unterricht eine weitergehende Betreuung und Erziehung stattfinden, wobei in jedem Tagesheim die Erledigung der Hausaufgaben einen hohen Stellenwert hat. Berufstätige Eltern finden durch ein Tagesheim eine gute Unterstützung in ihrer Bemühung um eine Erziehung, in welcher die Vermittlung von Werten eine große Rolle spielen soll. Kinder aus einem häuslichen Umfeld, in welchem eine optimale Unterstützung nicht gewährleistet werden kann, erfahren durch ein Tagesheim wertvolle ergänzende Hilfe.