Wassererschließung

Wassererschließung: alle Arbeiten, Ermittlungen, Berechnungen und Maßnahmen, die zur Ermittlung und Nutzbarmachung des Wasserdargebots zu bestimmten Verwendungszwecken dienen. Sie sind vornehmlich hydrologischer, geohydrologischer, geohydraulischer und bodenkundlicher Art. Zur Festlegung der optimalen Variante sind technische, ökonomische und volkswirtschaftliche Gesichtspunkte einzubeziehen.
Wasserfassungsanlagen: bauliche Anlagen zur Gewinnung von Wasser aus Brunnen, Quellfassungen, Sickerleitungen, Anlagen in fließenden oder stehenden Gewässern, z. B. Flussentnahmebauwerke, Entnahmeeinrichtungen bei Speicheranlagen, wie Talsperren, Seen usw. Zisterne.
Wasserdargebot: für eine bestimmte Zeiteinheit ermittelte oder zu erwartende nutzbare Wassermenge aus Oberflächen- und Grundwasser.
Wasserförderung: Weiterleitung des Roh- und Reinwassers durch natürliches Gefälle (Freispiegel- oder Druckleitung) oder mit Hilfe eines Pumpwerkes.
Wassergewinnung: Maßnahmen zur Gewinnung von Trink- und Betriebswasser. Die Wassergewinnung kann erfolgen aus:
Oberflächenwasser - Wasser natürlicher oder künstlicher oberirdischer Gewässer, wie Fluß-, See-, Meeres-, Talsperrenwasser, aufgefangenes Regenwasser;
Grundwasser - echtes und uferfiltriertes Grundwasser, Grundwasseranreicherung mit Hilfe von Flächenüberstau, Versickerungsbecken, Schluckbrunnen; Grundwasserspeicherung.